Unterstützung von Jugendlichen mit ADHS & ASS-Diagnosen
Jugendliche aus dem „Spektrum“ benötigen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung als „normale“ Jugendliche. Weil sich AD(H)S- &ASS Kinder mit der normalen Ordnung schwer tun, fallen sie oft negativ auf und werden häufiger bestraft. Ihr Kurzzeitgedächtnis ist oft nicht sehr ausgeprägt und so vergessen sie Gesagtes schnell wieder. Sie träumen öfters und sind nicht bei der Sache. Der Vorwurf sie seien nicht motiviert, hört man leider zu oft. Das ist völlig unberechtigt, denn sie möchten die Sachen gut machen. Auch die eher in sich gekehrten ADS-Kinder haben ähnliche Schwierigkeiten.
Heute werden ADHS/ADS Kinder in der Regel schon früh von ihren Eltern oder Lehrkräften erkannt und dem schulpsychologischen Dienst gemeldet. Das kann sehr helfen, wenn sie daraufhin zu spezialisierten Ärzten und Fachkräften verwiesen werden. Sie benötigen darüber hinaus aber vor allem verständnisvolle Lehrkräfte und auch eine psychotherapeutische Begleitung, die ihr meist angeschlagenes Selbstwertgefühl wieder stärken können.
Die neuen Schulformen, die selbst organisiertes Lernen verlangen, überfordern diese Jugendlichen klar. Der dicht gedrängte Stundenplan mit einer Vielzahl an Lehrkräften ist von ihnen kaum zu verkraften, vor allem, weil sie stark ablenkbar sind und ihr Kurzzeitgedächtnis deutlich schwächer ist als beim Durchschnitt der Klasse.
Übertritt ins Gymi oder Berufslehre
Wenn der Übertritt in eine weiterführende Schule oder der Eintritt in eine Berufsslehre naht, gilt es besondere Vorkehrungen zu treffen. Diese Jugendlichen benötigen ein viel intensivere Begleitung. Und wichtig. Auch Ihre künftigen Lehrfirmen müssen Bescheid wissen. I
Der Besuch eines Gymnasiums erfordert eine besonders hohe Fähigkeit zur Konzentration und zur Selbstorganisation. Das betrifft sowohl ADHS als auch ADS Jugendliche. Je kleiner der schulische Rahmen ist, desto besser für sie. Oft ist eine ärztliche und psychologische Betreuung angezeigt.
Sehr oft erweist sich die Wahl einer Berufslehre als die bessere, weil Jugendliche in einem strukturierteren Rahmen besser lernen können. Es ist wichtig, daß die Ausbildner infomiert sind, um das nötige Verständnis aufzubringen.