10 Tipps für die Pensions-Planung
Eine gute Vorbereitung auf die Pension (das spätestens ab dem 50. Altersjahr) hilft für einen gelingenden Übergang. Am besten erstellt man einem Plan, und hält fest, was man im Alter möchte, im Wissen darum, dass dieser nicht stringent eingehalten werden muss. Und wenn ein Partner oder Partnerin an der Seite steht, ist es natürlich ratsam mit ihm das gemeinsam zu tun.
Hier sind die wichtigsten 10 Punkt aufgelistet:
- Werte: Es ist normal, dass sich diese im Laufe des Lebens verschieben. Hat man Kinder und Enkel ist man mehr im Familienverbund eingebunden. Dann dürfte die Familie wichtig bleiben. Aber vielleicht gefällt einem der Beruf jedoch so gut, dass man erst später in Pension gehen möchte. Warum nicht bis 70 arbeiten, wenn man es kann und sich gesund fühlt. In Zeiten des Arbeitskräftemangels bestehen gute Chancen für eine Weiterarbeit. Vielleicht wäre auch eine Teilzeitarbeit eine gute Option. Schreib auf, was du nach der Pension unbedingt angehen möchtest. Erstelle eine Rangliste.
- Finanzielle Situation: Viele Menschen, die keine hohe Rente zu erwarten haben, spekulieren vielleicht mit einem Wohnortswechsel, ja vielleicht gar mit einem Wegzug in ein anders Land. Dafür sprechen oft günstigere Lebenshaltungskosten, weniger Steuern und ein angenehmeres Klima. Soll man das eigene Haus/Wohnung verkaufen oder vermieten? Besteht die Möglichkeit eines Erbes? Das sind alles Fragen, die du dir schon mit 50 stellen musst.
- Zeitstruktur-Plan erstellen: Um nach dem sehr reglementierten Arbeitsleben wieder zu einer Tages- und Wochenstruktur zu kommen, ist es sehr ratsam einen Kalender zu führen (elektronische haben den Vorteil, dass sie erinnern können). Dieser ist vor allem ein grosse Hilfe für ADHS-Betroffene. Die lebenswichtigen Dinge wie Schlaf, Essen, persönliche Toilette muss natürlich nicht aufgelistet werden, weil bei den meisten hier schon ein eingespielter Rhythmus vorliegt. Bei den in grösseren Abständen auftretenden Haus- und Unterhaltungs- und administrative Arbeiten (Rechnungen und Steuern kontrollieren), ist es jedoch ratsam. Bei der Erstellung des Plans soll man grosszügig vorgehen und bisherige Gewohnheiten berücksichtigen. Er soll Pufferzeiten zulassen. Elektronische Kalender ersetzen, wenn man das so sehen möchte, die früheren Stundenschläge der Kirchglocken oder und fixen Arbeits- und Pausenzeiten, die uns halfen, den Tag zu strukturieren.
- Abstimmung mit dem Partner/Partnerin: Lebt man nach der Pension mit jemanden zusammen, gilt es sich mit diesem zusammen abzusprechen und nach gemeinsamen Lebensaufgaben zu suchen. Was willst du künftig mit deiner Partnerin/Partner ausüben? Gemeinsame Aufgaben sollten dann im Kalender markiert werden. Meistens fällt der Zeitpunkt der Pensionierung nicht auf das gleiche Jahr. Deshalb sind ausführliche Überlegungen und Gespräche im Vorfeld der Pensionierung wichtig. Was sich jetzt vielleicht so einfach anhört, kann in der Praxis schwierig werden, weil unterschiedliche Vorstellungen vom Rentenleben bestehen. Vielleicht hat sich ja die Partnerin (öfters die Frau) das Leben schon sehr gut eingerichtet und möchte gar nichts verändern. Vielleicht erhofft sie sich ja, dass der Partner nun endlich mehr im Haushalt hilft, oder der Partner möchte, wie er es gewohnt war wie früher während der Erwerbstätigkeit, sein Mittagessen genau um 12:00 einnehmen. Ein gewissen Konfliktpotenzial liegt vor.
- Störungen vermeiden: Die häufigsten Störungen werden heute durch das Handy und seine Apps verursacht. Die vielen einprasselnden «feeds» und Werbeanrufe unterbrechen uns in unserem Alltag. Leider ist das für viele einsame Menschen zu einem Strukturersatz geworden, um die Leere und Einsamkeit in ihrem Leben aufzufüllen. Klar hat das Handy auch extrem viele Vorteile, auf die wir heute nicht mehr verzichten möchten. Neben dem Telefon ist es Fotoapparat, Notizbuch, Kalender oder Gesundheits-Checker. Es sind vor allem die social-media-Kanäle und unnötige Nachrichten, die uns stören. Tatsächlich ist der überwiegende Teil für unser Leben völlig irrelevant. Aber weil wir Menschen von Natur aus eben sehr neugierig sind, und uns gerne mit unseren Mitmenschen austauschen, reagieren wir auf «feeds», den viele von lieben Klatsch. Wir vergleichen uns gerne mit unseren Mitmenschen. Das tat man schon immer in Waschhäusern oder an Männerstammtischen, und vor der Pensionierung noch in den Arbeitspausen. Weil solche Treffpunkte heute nicht mehr existieren, fehlt uns dieser direkte Austausch mit realen Menschen im Rentenalter.
- Fitness und Gesundheit: Nach der Pensionierung hat man meist weniger Bewegung und benötigt deshalb auch viel weniger Kalorien. Es gilt also das Essverhalten grundsätzlich neu zu überprüfen. Und natürlich sollte man auch etwas für die körperliche Fitness tun. Wenn man das bisher zu wenig getan hat, ist es nun Zeit damit zu beginnen. In fast jeder Gemeinde gibt es Turnvereine, die solche Programme anbieten. Alternativ geht natürlich auch das Fitnesscenter. Das ist zwar teurer, aber bietet mehr zeitliche Flexibilität. Regelmässige Spaziergänge und Wanderungen verbessern den Gesundheitszustand wesentlich, und wenn das in der Gruppe passiert, wird auch das soziale Netzwerk und die seelische-körperlich Gesundheit gestärkt.
- Freiwillgenarbeit: Die Gemeinden und der Staat sind froh, wenn sich kompetente und engagierte Menschen für die verschiedensten Aufgaben auf Gemeinde- oder Quartierebene finden lassen. Die Arbeit ist dankbar und ermöglicht vielfältige Sozialkontakte. Hier kannst du deine Fähigkeiten weiter in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Frage in deiner Gemeinde nach, ob Bedarf für eines deiner Talente besteht. Eine weiterführende Adresse ist: www.benevol.ch
- Eintritt in einen Verein? Mit spätestens 50 stellt sich die Frage wirklich. Du bringst in diesem Alter viel Erfahrung mit, um in diversen Vereine mitwirken zu können. Sei es in einem Berufsverband oder in einer Partei. Auf jeder Gemeindeseite findest du Vereine aufgelistet. Jetzt hast du endlich mehr Zeit, um sich um die Angelegenheiten deines Vereins zu kümmern. Es bestehen grosse Chancen, dass du hier zu einem wichtigen Mitglied werden kannst. Schau mal nach, ob es etwas Passendes für dich gibt.
- Intellektuelle Herausforderung: Wenn jemand seinen Kopf, Geist und Körper weiterhin herausfordern möchte, und sich nicht einfach mit Kreuzworträtsel lösen und Jassen begnügen möchte, soll eine neue Herausforderung beginnen. Warum nicht Tango oder eine neue Fremdsprache lernen? Vielleicht hast du ja Lust endlich ein Studium zu beginnen, das dich wirklich interessiert. Ein Studium gibt auf alle Fälle ein gute Struktur vor, mit täglichen spannenden Begegnungen. Die Möglichkeiten sind unzählig. Wichtig ist, dass du dich aus der Komfortzone bewegst. Wenn du es nicht allein schaffst, helfe ich dir diesen Schritt zu tun.
- Entspannungs- und Genussphasen: Nicht zuletzt gilt es, sich Pausen und Verwöhnprogramme zu gönnen und zu geniessen. Versuche das zu tun, was dich entspannt und glücklich macht. Einige träumen von Kreuzfahrten auf Luxusschiffen, andere von Baden an Südseeinseln, andere einfach nur von regelmässigen Saunagängen oder Massagen. Nicht zuletzt sind es kulinarische Genüsse, die uns glücklich machen, wohl auch deshalb, weil wir gutes Essen mit Freunden geniessen können. Du weisst es am besten selbst, was dir guttut. Zähle auf, was für dich Entspannungsmomente sind.
Für ausführlichere Empfehlungen zu den oben aufgelisteten Punkte schaue meinen separaten Post an. Natürlich stehe ich dir gerne auch als psychologischer Fachmann bei der Pensions-Vorbereitung zur Seite.
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